Wer Lust auf eine ungewöhnliche Lovestory hat, wird mit diesem Buch gut bedient:
Es geht um Bohm, der lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.
Und es geht um Alina, eine junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin . Sie steckt fest, im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein, die der Einstieg für ein neues Talkshow-Format sein soll.
Die beiden treffen aufeinander bei Alinas Suche nach einem Obdachlosen, den sie für eine Reportage porträtieren möchte. Bohm reagiert ablehnend darauf, geht aber letztendlich wegen einer Notsituation doch darauf ein. Im Rahmen der Dreharbeiten lernen die beiden sich besser kennen. Schnell wird klar, dass es etwas in Bohms Vergangenheit gibt, über das er nicht sprechen möchte, was aber dazu geführt hat, dass er sein Leben nun auf der Straße führt.
Mir hat die Interaktion zwischen Bohm und Alina gefallen. Stück für Stück erfährt man mehr über die Hintergründe der beiden. Neben dem Leben in der Obdachlosigkeit wird auch ein Blick hinter die Kulissen der Medienbranche geworfen, was auch sehr interessant war.
Mich hat das Buch berührt und nachdenklich gemacht über unsere Gesellschaft, Medien und den Umgang mit Obdachlosigkeit.
Buchtipp von Karin




























